Die Maske

Warum die Maske?

 

Kontext Chanology:

Häufig fragt man uns warum wir eine Maske tragen. Sie ist zum Schutz unseres Lebens und unserer Privatsphäre notwendig. Aufgrund der Scientology „Fair Game Richtlinie“ setzen wir uns sozial, politisch und finanziell einem Risiko aus, wenn wir diese gefährliche Sekte öffentlich kritisieren.

“FEIND — SP Order. Fair game. [Die jeweilige Person …] Darf durch jeden Scientologen ihrer Besitztümer beraubt oder mit allen Mitteln verletzt werden. Darf betrogen, belogen, verklagt oder vernichtet werden.”

Laut LRH (Gründer von Scientology) sind SPs (Suppressive Persons=Kritiker) allesamt kriminell und verdienen keine Rechte. Nach der scientologischen Vorstellung sind Menschen entweder Scientologen (=gut) oder Rebellen, die gegen „das Gute“ ankämpfen (=SP). Dabei verblenden Sie so arg, dass es für sie logisch ist dass ein Kritiker auch andere Verbrechen haben muss.

„Show me any person who is critical of us and I’ll show you crimes and intended crimes that would stand a magistrate’s hair on end.“
„A truly Suppressive Person or group has no rights of any kind and actions taken against them are not punishable.“

 

Natürlich kann es nicht mit den Gesetzen des jeweiligen Landes übereinstimmen, wenn man eine so massive Form von Selbsjustiz, die Mord nicht ausschließt, als eigene „Ethik“ wahrt und praktiziert. Um nicht komplett verboten zu werden, wies Hubbard die Scientologen an sich zumindest zeitweise an die Gesetze des jeweiligen Landes zu halten.

„Somebody some day will say ‘this is illegal.’ By then be sure the orgs [Scientology organizations] say what is legal or not.“

Nicht umsonst hat sich die Scientology-Organisation mit der Jagd auf Kritiker, die sie für Verbrecher halten, einen Namen gemacht. Ihre Kritiker und kritische Ex-Scientologen, die sich an die Öffentlichkeit gewendet haben, werden zu Hause und am Arbeitsplatz belästigt oder beleidigt, Gerüchte über angebliche Straftaten des Kritikers werden in dessen sozialen Umfeld gestreut, das Eigentum wird beschädigt und/oder in Einzelfällen sogar Menschen getötet.

Scientology behauptet, die Fair Game Policy bereits vor Jahren gestoppt zu haben. Allerdings stimmt das nicht. Nachdem „Fair Game“ negative Reaktionen verursacht hat, wurde es lediglich zu einer Geheimsache erklärt -indem man es in den Zügelungsanweisungen (Ethic Orders) nicht mehr erwähnt.
Trotzdem soll der Umgang mit Kritikern ausdrücklich unverändert bleiben. Bis zum heutigen Tage wird die
Fair- Game-Richtlinie (ohne Namenserwähnung) praktiziert.

„The practice of declaring people FAIR GAME will cease. FAIR GAME may not appear on any Ethics Order. It causes bad public relations.

This P/L does not cancel any policy on the treatment or handling of an SP.“

Bei einer Konfrontation mit einer prozessfreudigen Sekte, deren Leitregel „Never Defend, Always Attack!” („Niemals Verteidigen, Immer Angreifen“) ist, werden Vorkehrungen zum Schutz der eigenen Privatsphäre zu einer selbstverständlichen Notwendigkeit. Schließlich graben Scientologen nicht nur in der Vergangenheit ihrer Kritiker, sondern sie sind sogar bereit für eine Klage Gründe zu erfinden.

„If attacked on some vulnerable point by anyone or anything or any organization, always find or manufacture enough threat against them to cause them to sue for peace.“

„The purpose of the suit is to harass and discourage rather than to win. The law can be used very easily to harass, and enough harassment on somebody who is simply on the thin edge anyway, well knowing that he is not authorized, will generally be sufficient to cause his professional decease. If possible, of course, ruin him utterly.“

Das alles klingt sehr hart, doch so sind nun mal unsere lieben Scientologen.
Die groben Handlungen aufgrund ihrer Erwartungen,
dass Scientology-Gegner bösartige Straftäter wären, sollen uns jedoch nicht entmutigen.
Schließlich hat es auch eine gewisse Komik direkt vor einem Scientologen zu stehen und sich darüber zu freuen wie er daran scheitert brauchbare Informationen zu sammeln.

 

Es ist natürlich nicht notwendig, sich eine Guy Fawkes Maske aufzuziehen. Wer sich für Raids gegen Scientology anderweitig unkenntlich machen möchte, hat dazu künstlerische Freiheit. Wichtig ist nur, dass es seinen Zweck erfüllt. Verzichte auf stilistische Extravaganzen die du nach einer Demo nicht ablegen kannst damit Scientologen, die die Verfolgung aufnehmen, keine Anhaltspunkte haben.

Für viele wurde die Maske inzwischen zu einem Symbol für den Widerstand. Du bekommst sie inzwischen fast überall.

Allgemein:

Nachdem die Proteste gegen Zensur und für ein freies Internet sich nicht mehr ausschließlich auf die Scientology Organisation beschränkten, sondern sich auch gegen staatliche und industrielle Überwachung richteten, fungiert die Maske oder andere gesichtsverhüllende Materialien im realen Leben ebenso als Merkmal eines anonymen Lifestyles.
Nicht nur, dass man somit Überwachungskameras mit gesichtsidentifizierender Technologie überlisten kann, auch erklärt man die eigene individuelle Identität als unbedeutetend, da die Konzentration auf Informationsverbreitung und Protest liegt. Da man auch bei Protesten jeder Art und gerade gegen Überwachung nicht vor Aufzeichnung persönlicher Daten in jeglicher Form sicher ist, ist allein das Tragen einer Maske per se schon Mittel des Protests.

Die Kontrolle über die eigenen Daten ist mitunter Bestandteil der Kontrolle über das eigene Leben.

In Gesprächen mit Mitbürgerinnen und Mitbürgern kommt dabei häufig ein unproportionales Misstrauensverhältnis zum Vorschein: Staaten und Geheimdienste haben ein um Weiten größeres Misstrauen gegenüber unbescholtenen Bürgern als andersherum.
Staaten und Geheimdienste appellieren an die Bürger, dass derjenige der nichts zu verbergen hat, auch nichts befürchten muss. Die Meisten verstehen darunter, dass das Wort „verbergen“ ausschließlich im Zusammenhang mit der Vertuschung einer Straftat steht. Wobei jene Leute nicht bedenken, dass die Bewertung darüber, ob sie etwas zu verbergen haben und dementsprechend auch, was als potenzielles Vergehen gewertet wird, jetzt und zukünftig nicht in ihrer Hand liegt.
Die Wenigsten nur hören daraus den sarkastischen Unterton, dass nur derjenige nichts befürchten muss, der sein komplettes Privatleben offenlegt.
Was wirklich nicht weit hergeholt ist, da man sich beispielsweise mittlerweile schon verdächtig macht, wenn man das Erstellen eines persönlichen Profils auf Facebook verweigert und auch sonst nicht seine halbe Lebenschronik unter realer Identität ins Internet stellt.

Wichtig ist, so datenarm wie möglich durchs reale als auch virtuelle Leben zu gehen, denn je mehr man von sich preis gibt, desto größer ist die eigene Angriffsfläche.

Für viele wurde die Maske inzwischen zu einem Symbol für den Widerstand. Du bekommst sie inzwischen fast überall.

Hier bekommst Du die Guy Fawkes Maske:

Du kannst Dir sogar eine Maske (just 4 fun) selber basteln:

Quelle: Chanology-Wiki, Xenu Net